Radarsensoren sorgen für sicheren Schiffsverkehr

Im Stundentakt legen die riesigen Containerschiffe in Bremerhaven an – um die 5,5 Millionen Container werden dort jährlich verladen. Dabei zählt jede Minute und jeder Zentimeter. Denn trifft ein Schiff zu schnell oder im falschen Winkel aufs Kai, drücken gewaltige Kräfte gegen die Mauer. Dann helfen auch die zahlreichen Fender – eine Art Schutzkissen, die als Stoßdämpfer und Abstandhalter dienen – nicht, die an der Mauer angebracht sind und Schäden vermeiden sollen. 

Wie kommen die Radarsensoren ins Spiel?

Schon seit vielen Jahren sind die Radarsensoren von VEGA für die Pegelmessungen an den Wasserschleusen des Hafenbetreibers Bremenports im Einsatz. Warum dieses Messprinzip also nicht auch dafür nutzen, den Abstand zwischen Schiff und Kaimauer zu messen? Diese Idee mündete vor einiger Zeit in einer Pilotanlage – mit erfolgsversprechenden Messergebnissen. Künftig sollen deshalb knapp 60 VEGAPULS 6X den Schiffsanlauf zuverlässig überwachen und damit sicherer machen. 

Wie funktioniert das?

Die Radarsensoren sind im Abstand von knapp 30 Metern in der fünf Kilometer langen Wellenkammer angebracht, die unterhalb der Kaimauer verläuft. Die Antennen der Sensoren zeigen waagerecht in Richtung Meer und messen den Abstand zu den einlaufenden Schiffen in einer Distanz bis circa 90 Meter. Die Werte, in Relation gesetzt, zeigen auf, wie schnell und in welchem Winkel sich ein Containerschiff nähert. Dank der Überwachung durch den VEGAPULS 6X erkennt das Team der Hafenunterhaltung so Abweichungen vom Anlegeplan in der Wesermündung rechtzeitig – und kann so früh genug die Schiffscrew informieren, damit diese reagieren kann. 

Was sind weitere Vorteile?

Der große Dynamikbereich und die sehr gute Fokussierung sind große Vorteile der Radarmesstechnik. Im Container-Terminal, wo Salzwasser, Wellen und Wind zu den Grundbedingungen gehören, spricht für die Messung mit Radar auch, dass sie seewassergeeignet und für harsche Umgebungsbedingungen konzipiert ist. Zuverlässig und präzise bleibt sie auch bei:

  • Nebel
  • Kondensat 
  • Anhaftungen an der Antenne

Die einfache Inbetriebnahme des VEGAPULS 6X sorgt für einen sicheren Betrieb und eine schnelle Wartung.

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Welche Rolle spielt der VEGAPULS 6X bei der Digitalisierung?

Der Hafenbetreiber will die Digitalisierung des Hafenbetriebs massiv ausbauen, um die Anlege-Prozesse sicherer und effizienter zu machen. Die VEGA-Radarsensoren schützen die Kaimauer vor Schäden und liefern gleichermaßen wichtige Daten an

  • die Schiffsbesatzung, die den Hafen auf verlässlicher Datenbasis ansteuert sowie
  • die Terminalbetreiber, die weitsichtig und fundiert planen.

Das Projekt ist ein Teil des neuen digitalen Gesamtkonzept des Hafens. Es heißt SAMS und steht für Schiffsanlegemesssystem. Die von den VEGAPULS 6X gelieferten Messdaten sind damit einer der wesentlichen Bausteine für die Automatisierung des Containerterminals.  

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